Cheerleading im eigenen Verband?

Dieses Thema im Forum 'Cheer Corner' wurde von Beavis gestartet, 24 Oktober 2001.

  1. Beavis Active Member

    Nach längerem Dasein als stiller Leser möchte ich nun eine Frage posten, die mich schon lange beschäftigt.

    Sollten die Cheerleader einen eigenen Verband besitzen?

    Ich habe eine recht gespaltene Meinung hierzu. Einerseits denke ich, dass der Sport Cheerleading in Deutschland nur eine echte Chance hat, wenn man ihn noch besser nach außen trägt. Dies tun momentan nur die Squads an sich. Desweiteren frage ich mich, welchen Stellenwert die Cheerleader beim AFVD eigentlich haben? Mir kommt es so vor als werden sie nur geduldet. Bringen ja auch Migliedsbeiträge ein, kosten aber kaum etwas.
    In meinen Augen ist ein Dachverband für die Vorantreibung der Coaching-Niveaus zuständig. Wieviele lizensierte deutsche Coaches gibt es denn schon?? Wann werden solche Lehrgänge angeboten? Wie unterscheiden sich die Lizenzen? Die Football-Landesverbände bekommen zumeist noch nicht einmal anständige Coaching-Clinics für Football hin, wie sollen die Männer der macht dann adequate Fortbildung organisieren? Sie haben doch recht wenig Ahnung, oder täusche ich mich da so sehr?

    Auf der anderen Seite ist eine eigener Verbad natürlich mit verdammt viel Arbeit verbunden. Ämter müssen vergeben und eine Hülle und Fülle von aufgaben bewältigt werden. Wobei die Cheerleader-Beauftragten des Verbände doch momentan auch nichts anderes machen, oder?! Dann hätte auch immer diese lästige Frage mit den Non-Football-Squads ein Ende, denn die ist doch wohl bescheuert? Sport ist Sport, ob man nun beim Fußball cheert oder beim Football.

    Nicht das ihr jetzt denkt, ich sei ein nörgelnder Besserwisser, der sowieso alles besser kann, aber ab und zu frage ich mich was beim AFVD eigentlich so für die Cheerleader gemacht wird, außer sie bei der EM einzuladen und einen Auftritt zu gönnen.

    Ihr seht, ich bin mir selbst nicht einig. Ich freue mich aber schon auf eine angeregte Diskussion über dieses Thema.
  2. Andreas T. Moderator

    ...auch ich habe dazu eine sehr gespaltene Einstellung.

    Aber wenn ich genau überlege und die Vor.-und Nachteile abwäge...dann muss ich sagen das ein eigener Verband die einzig schlüssige entscheidung ist.
    Es ist bestimmt eine Menge arbeit...aber aller Anfang ist schwer, und genug Leute würde man bestimmt finden.
    Nur, es ist nun einmal wie überall...wollen die Cheerleadersquads wirklich eigenständig sein?
    Genug gäbs es ja!
    Es ist bestimmt ein haufen Arbeit...aber wenn man Cheerleading den Stellenwert geben möchte den er verdient wäre es die einzig logische Entscheidung.

    Ich bin wie du auch sehr gespannt wie sich hier darüber geäussert wird.



    _________________
    Andi /forum/images/smiles/wink2.gif

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Andreas T. am 2001-10-24 22:11 ]</font>
  3. Cheerleader Cheerleading Network

    Cheerleader und Dancer gefällt dies.
  4. Ulla Well-Known Member

    Team:
    1. Vorsitzende der 1. Cheer Company Mönchengladbach e.V.
    Verband:
    CCVD
    Auch ich bin schon seit längerer Zeit der Meinung, dass wir einen eigenen Verband brauchen, der UNSERE Interessen vertritt. Beim AFVD fühle ich mich nicht besonders gut aufgehoben.
    Bei der letzten DM die in Bremen stattgefunden hat (1999?) durfte z.B die Jurymitglieder, die nur (!) 400 km weit angereist waren, keine Übernachtungskosten abrechnen, die Herren Vorstände des AFVD übernachteten jedoch in einem Hochpreishotel auf Verbandskosten, toll nicht? Jede DM wird vom Verband recht gut "verkauft", von den eingenommenen Geldern haben die Cheerleader bisher jedoch nicht allzu viel gesehen. Trainerlehrgänge usw.?, Fehlanzeige! Aber seitdem die DM gut vermarktet wird, haben wir überraschenderweise eine funktionierende Football-Nationalmannschaft, die dafür in den Jahren zuvor gemachten Anläufe sind immer wieder aus finanziellen Gründen gescheitert, komisch oder?
    Leider haben jedoch alle erfahrenen und kompetenten Leute im deutschen Cheerleading so viel mit ihren Squads und/oder Jurydingen zu tun, dass sich bisher niemand diesen Arbeitsaufwand auch noch antun will.

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Ulla am 2001-10-24 22:42 ]</font>
  5. Linda Schmitz Member

    also ich schliesse mich eurer meinung an. vielleicht sowas in der art wie es in england läuft
  6. Beavis Active Member

    Das es viele hochengagierte Leute im Bereich Cheerleading gibt finde ich ebenfalls. Nur schade finde ich das sich dies nicht potenzieren lässt, aber das ist ein grundsätzlich deutsches Problem.
    Sobald ich auch nur ein bisschen mehr weiss als die "Konkurrenz", bin ich ein wenig besser und habe Vorsprung. Dabei ist Wissen doch die genialste Ressource der Welt. man kann es teilen oder weggeben, es wird nicht weniger. Meist vermehrt es sich auch noch wenn ich es an jemanden weitergebe, denn seine Kritiken oder Verbesserungen steigern wiederum unser eigenes Wissen.
    Wenn die Squads und die Verantwortlichen etwas von Ihrem Wissen weitergeben würden, dann hätte man wesentlich mehr Hilfskräfte und könnte seine Zeit auch für andere Dinge nutzen. In allen Vereinen/ Vorständen ist es meist das selbe Bild, welches sich zeigt; einige machen die Arbeit von vielen.

    Ich schätze aber das hier in Deutschland viele nach einem eigenem Verband schreien, aber nicht bereit sind hiefür etwas zu tun, weil es ja mit Arbeit verbunden ist. Sie können sich das Gefühl nicht vorstellen, nach der Gründung die ersten Erfolge zu sehen.

    Allerdings stelle ich mir die Lösung vom AFVD auch sehr problematisch vor. Die deutschen Footbalverbände sind dafür bekannt, einige unsinnige Entscheidungen getroffen zu haben, sobald etwas gegen ihren Willen geschieht. Somit wird Mannschaften die Lizenz entzogen weil sie bei benachbarten Vereinen auf einem Turnier gespielt haben, welches aber von einem anderem Verband organisiert wurde (nur ein Beispiel von vielen).
    Hinter laufen alle Cheerleader Gefahr, nicht mehr beim Football cheeren zu dürfen *g.

    Vielleicht ist aber die Organisation der deutschen Cheerleader noch gar nicht reif für einen eigenen Verband? Der AFVD hat ja schließlich Beauftragte eingesetzt. Was leisten die denn, um die Sportart noch mehr zu pushen und nach vorne zu bringen? Eigentlich müßte doch zunächst einmal eine Art Unterverband etabliert werden, der sich dann von der Mutter abnabelt, weil es ansonsten nicht mehr überschaubar wäre. Zur Zeit, finde ich, ist es sehr überschabar was im deutschen Cheerleading abläuft. Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaft,Camps......Einheitsbrei eben, keine Innovationen.
  7. Simone New Member

    Hey Beavis! Du arbeitest nicht zufällig für den AFVD, oder?! /forum/images/smiles/icon_wink.gif

    Ich denke, dass du hier vielen Leuten aus der Seele sprichst! (Mir im übrigen auch!)

    Andererseits hören sich deine Beiträge aber auch so an, als wolltest du leute pushen und/oder anstacheln endlich etwas zu unternehmen. Unternehmungen wie diese müssen gut überlegt sein. Auch die Wahl der Personen, die als Verantwortliche fungieren sollen, ist nicht "mal eben so" geschehen. Es sind viele Faktoren, die aufeinander treffen und wird mit Sicherheit kein Kinderspiel, diesen großen Apparat in Bewegung zu setzen.

    Ich befasse mich mit diesem Thema jetzt schon seit ca. 2 Jahren und habe schon einige Gespräche mit mehr oder weniger "wichtigen" Leuten geführt. Das größte Problem in der ganzen Sache lag einfach daran, dass man keine "einheitliche" Schiene finden kann! Es müsste sehr viel geändert werden im deutschen Cheerleading und damit haben bereits im Vorfeld schon viele Leute Probleme!

    Ich bin sicher, dass sich bereits einige Leute mit diesem Thema befassen und dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann es endlich auf den "Tisch der hohen Herren" gelangt! /forum/images/smiles/icon_wink.gif
  8. Beavis Active Member

    Nein ich arbeite nicht für den AFVD, wieso sollte ich. In meinen Augen liegen dort ganz andere Sachen im argen.

    Ich möchte keinen anstacheln oder mich wichtig machen. Dazu bin ich ein viel zu kleines Licht. Alleine kann man nur den Stein ins Rollen bringen. Mich erstaunt, das viele sich mit dem Thema beschäftigen, es aber keinerlei Fortschritte zu geben scheint. Wenn man etwas evrändern will, dann muss man etwas wagen und zu Zugeständnissen bereit sein.

    Mir geht es nur auf den Senkel, dass, will man etwas bewegen, man immer von anderen Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt. Ich möchte als Jugendleiter gerne eine Junior-squad für unsere Mädels gründen. Damit shee ich eine realistischer Chance den Sport bei uns besser zu etablieren. Junge Mädels sind nicht so mit dem Klischee des Cheerleadings behaftet und gehen ohne gropße Kontaktangst in diesen Sport. Ausserdem würde dies die Seniors mit "ausgebildeten" Cheers ausstatten.
    Nun habe ich Freiwillige gefunden dieTrainer machen würden. Nun meinen aber andere auch mitreden zu müssen, aber selber keinen Finger zu rühren. Vom Verband kann man bei der Ausbildung zukünftiger Trainer wenig Hilfe erwarten. Im Endeffekt wird das Vorwärtskommen doch nur gehemmt.

    Im Nachhinein fällt mir die Provokanz meiner Postings auch auf, gebe ich Dir uneingeschränkt recht!
    Aber sollte man die Probleme nicht lauthals aussprechen? Nur dann kann der Bedarf auch sichtbar gemacht werden. Zu oft wurde im Sport schon etwas einfach totgeredet.
  9. Linda Schmitz Member

    yup du hast recht
  10. Simone New Member

    Ja klar hast du recht!

    Nur, dass die Knüppel von denen du sprichst, auch zwischen meinen Beinen liegen!

    Das Problem ist nicht, dass ich mich nicht traue oder es mir nicht zutraue, diese Sache zu starten, sondern dass es für einen allein einfach zu komplex ist. Alle, die ich bisher darauf angesprochen habe, haben den Schwanz eingezogen, aber im Nachhinein dann auch immer gesagt, es müsste etwas geändert werden!

    Die Menschen sind eben bequem! Es klappt ja wohl alles mehr oder weniger mit dem AFVD, also warum sich die Mühe machen und was eigenes auf die Beine stellen?! Mit dieser Aussage hast du wohl auch schon Leute konfrontiert, oder?! Und was haben sie gesagt? Ja ... aber ... was ist, wenn ... usw. etc.!

    So ist Deutschland nunmal! Aber nehmen wir es für den Augenblick wie es ist.

    Diese ganze Einzel-Abspaltungs- und Eigen-Verband-Aktion ist eben nicht mal eben so über die Bühne gebracht, sondern bedarf einer ausgeklügelten Planung nicht nur auf sportlicher Ebene, sondern auch z. B. im HInblick auf die juristische Seite. Solche Leute muss man eben erstmal finden!

    Ich denke auf jeden Fall, dass es wir mit dieser Diskussion einen guten Start machen. (Ich meine mich auch erinnern zu können, dass wir dieses Thema schonmal irgendwo diskutiert haben.) /forum/images/smiles/nixweiss.gif

    Vielleicht machen sich jetzt einmal einige Leute mehr einen Kopf darum, wer hier überhaupt was lenkt und wie es gelenkt wird.

    Bei der Masse an Cheerleader-Teams, die wir mittlerweile in Deutschland haben, dürfte dieses Vorhaben an sich eigentlich nicht das Problem sein.

    Das Problem ist meines Erchtens, alle in ein Boot zu bekommen und alle an einem Strang ziehen zu lassen!
  11. Tina Well-Known Member

    Team:
    Be Famous Cheer Company - Storm Chasers
    Verband:
    CCVD
    @Beavis
    Aus welchem Bundesland bist Du? Frage nur deshalb, weil Du Dich über mangelnde Trainerausbildung beschwerst, die aber in sehr vielen Bundesländern stattgefunden hat, Ihr vielleicht nur nichts davon mitbekommen habt.

    Ansonsten will ich mich zu dem Thema gar nicht großartig äußern, denn solange man keine Leute hat, die bereit sind, die Arbeit zu machen, löst sich das eh von alleine auf.

    Eine Frage nur: Meiner Meinung nach müßten dann ALLE Cheerleader, egal für welche Sportart sie cheeren, eine eigene Abteilung gründen, die dann in einen evtl. Cheerleader-Verband eintritt. Ist Euch das allen klar? Momentan sind die meisten Squads in die Football-Abteilung usw. integriert, d.h. sie sind nicht wirklich eigenständig. Das müßten sie aber sein, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Football-Verein zusätzlich noch in den Cheerleader-Verband eintritt, damit die Mädels dort aufgenommen werden. Also, unsere Basketballer hätten das nicht getan, deshalb "mußten" wir auch eine eigene Abteilung gründen.

    Alle Squads, egal woher, müßten also eine eigene Abteilung gründen. Nun gibt es ja aber auch Vereine, die z.B. nur ein Damen-Team mit 10 Mitgliedern haben. Wie sollen die das in die Praxis umsetzen? Man braucht schließlich eine Abteilungsleitung, Stellvertreter, Schriftführer, Kassenwart usw. usw. Und dann sollten die Leute ja möglichst auch noch über 18 sein.

    Meint Ihr, daß das alle hinbekommen würden?
    Ich habe da irgendwie meine Zweifel, denn die meisten scheuen Ehrenämter wie die Pest!

    Was meint Ihr?

    /forum/images/smiles/elkgrin.gif
  12. Beavis Active Member

    @Tina: Aus NRw, dem Bundesland mit den zweitmeisten Footballvereinen. Hier wird grundsätzlich nicht viel Wert auf die Ausbildung von Coaches gelegt. Wird nur als üble Pflicht angesehen um an die Zuschüsse des LSB zu kommen, die fließen dafür nämlich reichlich. Bei den meisten sportspezifischen C-Lizenzen (ich habe 2)wird doch nur beigebracht, dass man beim Duschen Badelatschen tragen sollte (okay, leicht überzogen). Fachspezifisch ist da nicht viel drin. oder habe ich zu hohe Ansprüche?


    Ich habe mich eben als kleines Licht bezeichnet. Dies bringt mich auf eine Idee:

    Lasst uns eine Lichterkette bilden!

    Wie schon gesagt sollte man, um wirklich etwas voran zu bringen nicht daran denken, was alles schief gehen kann, sondern laut Hurra rufen und alles daran setzen unsere Ziele zu erreichen.
    Klar sehe ich Schwierigkeiten alle Leute gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen. aber das muß man doch gar nicht! Da die Leute meist bequem sind, kann man sie auch mit einem gutdurchdachten Konzept überzeugen. Man braucht nur Leute die sagen, okay ich mache mit.
    Die hätte man zum Beispiel mit den Cheerleader-Beauftragten in den Bundesländern. Im Vorfeld müßte jeder/man nur drei Sachen durchdenken:
    a) Was sind die Probleme?
    b) Was kann ich dazu beitragen diese Probleme zu lösen?
    c) Gibt es Möglichkeiten diese Probleme in den bestehenden Strukturen zu lösen.

    Dann versucht man alle Cheerleader-Beauftragte der Bundesländer an einen Tisch zu bekommen (bei der DM sollten ja eigentlich mal alle zugegen sein) und einmal erörtern was alles geändert werden sollte um den Sport weiter nach vorne zu bringen.
    Die einzelnen Beauftragten gehen dann zurück und laden die Squads zu Gesprächen ein. Dann hat man eine Plattform mit der man was bewirken kann.

    Es mangelt in den meisten Vereinen/ Verbänden nur an Kommunikation. Vielleicht wissen die Cheerleader-Beauftragte von manchen Problemen gar nichts.... Du würdest genug Leute finden, da bin ich mir sehr sicher.

    Eine eigene Abteilung ist nicht zwingend notwendig, denn man könnte den eigenen Verband dem AFVD angliedern. Alle Footballvereine sind ebenfalls Mitglied bei DSB/ beim jeweiligen LSB. da sehe ich keine dringende Notwendigkeit. Allerdings wäre eine Abteilungsbildung der nächste Schritt in Richtung Professionalisierung.
  13. Juliane New Member

    Also ich fände einen eigenen Verband schon toll, aber ich denke, dass wir auch deshalb keine Leute dafür finden (also die da aktiv dran arbeiten), weil ja auch so schon alle doppelt und dreifach belastet sind. Man ist Coach, Cheerleaderbeauftragte(r), Jurymitglied oder sonstwas, kümmert sich als Coach meist auch noch um Öffentlichkeitsarbeit usw, manche engagieren sich im Import von Klamotten usw. usw....
    Schließlich ist das ja auch kein Beruf sondern ein Hobby nebenher (wenn es auch bei manchen schon so viel Zeit in Anspruch nimmt wie ein "richtiger" Job)!

    Also ich habe damit genug zu tun, aber der gute Wille ist da. Und wenn ich endlich ein stichhaltiges Argument hätte, unsere Cheerleader in einer eigenen Abteilung ein bisschen vom Football zu trennen, könnte ich das sicher durchsetzen. Das würde ich sowieso gern, denn ich finde man kann Cheerleader und Footballspieler einfach nicht in einen Topf werfen, dazu sind deren Interessen und Bedürfnisse einfach zu verschieden.
  14. Ulla Well-Known Member

    Team:
    1. Vorsitzende der 1. Cheer Company Mönchengladbach e.V.
    Verband:
    CCVD
    Was die "keine Zeit Sache" anbelangt stimme ich Julia voll zu. Und Simone hat recht, wir haben auch in NRW schon oft darüber bei den Sitzungen diskutiert, und einige (ich auch) waren bereit für die 1. juristische Beratung einen gewissen Betrag in einen Topf zu tun, leider ist das dann im Sande verlaufen, bzw. haben wohl nicht genügend Squads die damals genannten ca. 200,-- DM aufbringen können. Denn machen wir uns nichts vor, bei der Gründung eines eigenen Verbandes müssen wir nicht nur viel Zeit und Arbeit, sonder sicherlich auch finanzielle Mittel investieren. Aber eins ist sicher, das sage ich voraus, wenn wir "altgedienten" nicht in nächster Zeit etwas in diese Richtung unternehmen, kommt irgendwann jemand von einem neuen Non-Football-Team der sich z.B. mit unserem AFVD angelegt hat und gründet einen Verband, und wir, die wir jahrelang die Arbeit gemacht haben in Pukto Meisterschaften, Jury, organisation usw. stehen aussen vor. Ob das dann das Gelbe vom Ei ist wage ich zu bezweifeln.
  15. Beavis Active Member

    Mit Deiner letzten Aussage triffst Du den Nagel auf den Kopf.

    Am Anfang muß man immer erst investieren. Wenn die Gedanken schon soweit vorangeschritten waren, finde ich es schade, wenn dann alles im Sande verläuft. Man benötigt doch am Anfang nicht gleich alle Sqads auf einmal. Die kommen nach und nach ganz von alleine. Vom Kleinen zum Großen. Wenn der Verband durchdacht ist und die Interessen der Squads nach aussen hin gut vertritt würde man sich vor Mitgliedsschaftsanträgen wahrscheinlich nicht retten können. Man könnte ja auch nur einmal eine Interessengemeinschaft gründen, die dann nach und nach zu einem Verband heranwächst. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten hier vorzugehen.
  16. Peter Well-Known Member

    Eigener Verband? Warum?

    Was stellt Ihr Euch vor, daß dann anders, bzw. besser läuft?

    Halten wir doch mal die jetzige Situation fest. Es gibt einen Bundesverband, der sich mehr oder weniger um Cheerleading kümmert. Es gibt Landesverbände, die das auch tun.

    Es gibt LMs, DMs, dazugehörige, bundeseinheitlich ausgebildete Juroren. Es gibt viele Landesverbände, die bereits Trainer ausgebildet haben. Einige sind in der Endphase der Planung und bilden in nächster Zeit aus.

    Es wird nun bereits schon über eine B-Lizenz, also bundesweite Lehrgänge nachgedacht.
    Es gibt Landesbeuaftragte, die sich auch regelmäßig treffen. (@Beavis, die muß man also nicht erst an einen Tisch bringen).

    Es gibt konkrete Überlegungen, einzelne Landesverbände umzubennen, bzw. zumindest den Nachsatz Fachverband für Cheerleading anzuhängen, um endlich die unsinnige Diskussion der "Non-Football Teams" zu beenden.

    Es gibt Europabeauftragte, die sich um die Zusammenarbeit mit Organisationen wie ECA oder ICF bemühen.

    Welche Organe fehlen also, die noch besser arbeiten sollen und was sollen sie tun?

    Evtl. ein einheitliches Marketing. Darüber wurde auch schon nachgedacht. Es fehlen jedoch Personen, die sowas ausfüllen könnten.

    Auf der anderen Seite gibt es viele, viele Teams, die überhaupt nicht organisiert sind. Sei es aus Unwissenheit oder Desinteresse. Selbst die Teams, die in den Landesverbänden sind, stellen kaum engagierte Leute, die was tun wollen. Dazu nur ein Beispiel aus S-H, dem Landesverband, den ich vertrete: Auf einen Fragebogen, der dazu dienen soll einen eigenen Haushalt innerhalb des Verbandes aufzustellen, haben 3 von 8 oder 9 Vereinen reagiert, innerhalb von 3 Monaten. Soviel zu Engagement.

    Außerdem gibt es ein Hauptproblem. Die ganzen tollen Verbandsregelungen greifen, wie in jeder Sportart, nur bei Wettbewerben, Ligen, Tunieren, etc. Das trifft bei uns aber nur zu bestimmten Zeitpunkten zu. Wie will man also Teams oder Vereine in den Verband bekommen, die gar nicht an Meisterschaften teilnehmen wollen. Das sind auch meißtens die, die entweder schlecht sind oder sogar sagen, daß sie keinen Bock auf Trainerschein etc. haben und solche, die eigentlich aus anderen Bereichen kommen, wie Tanzschulen, Ballettschulen, etc. Es ist schwer zu vermitteln, daß eine Team in einen Verband eintreten soll, wenn es gar keine Leistungen in Anspruch nehmen will.

    Dazu kommt noch, daß sich z.B. in den neuen Bundesländern noch gar keine Landesverbände des AFVD gegründet haben. Ganz nach dem Motto: "Es geht doch auch so und wir sind noch nicht so weit" Wenn ich dabei vergleiche, daß der AFVSH so um die 13-14 Jahre alt ist und damals bei Gründung einfach ins kalte Wasser geworfen wurde, hingegen die Wiedervereinigung nun bereits 10Jahre her ist und die neuen Länder diverse Unterstützung erfahren würden, besteht da schon ein zeitliches Mißverhältnis. Da besteht also schon keine Interesse am bestehenden Weg, geschweige an einem neuen.

    Außerdem fordert Ihr einen Verband, der möglichst alles gut kontrolliert. Dazu ein Punkt. In der BWO steht z.B., daß die Teilnahme an Veranstaltungen außerhalb des AFVD genehmigungspflichtig ist. Das betrifft streng genommen alle Auftritte und Meisterschaften. Es macht sogar Sinn, daß ein Dachverband seinen Mitgliedern vorschreibt, woran sie teilnhemen dürfen und wo nicht. Veranstaltungen wie z.B. Warner oder auch NCA Camps müßten demnach eigentlich von jedem einzelnen Team beantragt werden, werden aber pauschal genehmigt. Ein Verband, der seine eigenen Meisterschaten voranbringen möchte, müßte demnach den Teams des Verbandes eine Teilnahme bei z.B. Warner nur genehmigen, wenn das Team an der LM teilgenommen hat oder es ganz verbieten. Eine solche Regelung würden die meißten Teams aber als unzumutbare Einschränkung empfinden.

    Zusammenfassend halte ich einen eigenen Verband zu diesem Zeitpunkt für unsinnig. Was soll wirklich besser werden? Außerdem denke ich, daß man sicher die erweiterten "Top Ten" Teams zu einem Beitritt bewegen könnte, nicht jedoch die große dunkle Masse, die auch bisher nicht in einen Verband geht.
  17. Simone New Member

    OK, lassen wir uns diese Möglichkeiten einmal alle durch den Kopf gehen!

    Diese ganze Diskutiererei hat im Endeffekt nur den Sinn, dass wir einmal alle darüber nachdenken - handeln will im Augenblick sowieso keiner - und schon gar nicht alleine!
    Das hat man aus den verschiedensten Beiträgen sehr deutlich herausgehört!

    Ich werde dieses Topic vorerst schließen und es zu gegebener Zeit wohl wieder öffnen, nämlich dann, wenn es NEUIGKEITEN gibt! /forum/images/smiles/icon_wink.gif
  18. Simone New Member

    So Leute, weiter geht´s!

    Und wenn Ihr das nächste Mal was habt, dann schaut nach wer das Topic moderiert und schreibt der Person eine private Nachricht oder eine email!

    Muss ja nicht immer sein, dass wegen jeder Beschwerde hier ein neues Topic eröffnet wird! Danke!
  19. Colle New Member

    Haaaalllloooo! Ich denke, Ihr wolltet über dieses Thema weiterreden! /forum/images/smiles/icon_confused.gif

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich in Bezug auf Äußerungen zum Verband etc. etwas vorsichtig geworden bin. Die Gründe hierfür könnt Ihr gerne von mir direkt erfahren allerdings nicht in diesem Forum!

    Ich denke einfach, dass die Vertretung von 1 Person (in unserem Fall Frauke) zu gering ist um manche Dinge im Verband durchsetzen zu können, auf die es uns ankommt. Frauke tut sicher ihr Bestes und hat auch schon ´ne Menge "Türen geöffnet" aber ein Verband von "nur Cheerleadern" würde auch ausschließlich die Cheerleaderinteressen vertreten.

    Wir cheeren zwar für ein Footballteam aber mal ehrlich, was interessiert es die Non-Football-Cheerleader, was mit dem American-Football los ist. Immerhin ist die Anzahl dieser Cheerteams in unserem Verband ja nun auch nicht mehr sooo gering.

    Man könnte ja für Leute die wirklich etwas tun wollen einen Workshop ins Leben rufen! Was haltet Ihr davon? Da könnte man das Für und Wider abwägen und die Arbeit gegebenenfalls in Angriff nehmen!

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Colle am 2001-10-29 01:30 ]</font>
  20. Andreas T. Moderator

    Hi COlle,

    die Idee mit dem Workshop finde ich gar nicht so übel. Es sollten sich mal ein paar Interessierte zusammenschliessen und wie du sagst über das "für und wieder" reden. DU sagst es...die Non Footballer interessiert es absolut nicht was wir planen und beschliessen. Es müsste in dieser Richtung wirklich etwas getan werden, denn wenn man einen Sport "voran" bringen möchte muss man alles in den eigenen Händen haben. Der AFVD schafft es nicht einmal seine Eigenen Belange zu regeln...und dann soll dort über die Cheerleader entschieden werden.
    Man sollte die ganze Sache auf jeden fall endlich einmal konkret bereden (der Workshop wäre da eine sehr gute Idee) um sich später nicht Vorwürfe zu machen...um dann zu sagen...Hätten wir nur mal früher...
    Ich finde es etwas traurig das sich zu diesem Thema so wenig Leute hier äussern...es sind immer die selben die sich zu wichtigen Themen äussern...und ich denke das das allgemeine Desinteresse der Grund ist warum es nicht klappt. Aber so ist es halt in vielen Bereichen...man beschwerd sich ds es nicht zur Zufriedenheit aller klappt, aber ändern sollen es dann immer andere.
  21. Peter Well-Known Member

    Da stellt sich doch die Frage, wer überhaupt helfen würde und wer überhaupt Interesse an Verbandsarbeit hat. Hier reden alle von den Non-Football-Squads. Ja, und? Wo mischen denn die Verantwortlichen mit? Wo ist das große Interesse dieser Vereine/Gruppen an einem eigenen Verband? Die einzige Aktive und engagierte Person aus diesm Bereich ist Petra und die kommt traditionell auch vom Football:). Ok, ich sehe den Hintergrund, daß nicht alle Vereine sich an den AFVD wenden, wenn sie einen Sport betreiben, den sie Cheerleading nennen. Da muß eigentlich mehr Aufklärung betrieben werden. Was aber auch langsam geschieht. Sowas geht halt nicht von heute auf morgen.

    Gerüchteweise haben ja auch der Tanzverband oder auch angeblich der Basketballverband sooo großes Interesse an uns. Nur, daß da auch nicht wirklich Aktionen stattfinden oder das diese Verbände, z.B. auf Landesebene das Gespräch suchen. Außerdem wäre ein eigener Verband ziemlich klein und hätte bundesweit wohl wenig Einfluß. Wie ist es sonst zu erklären, daß viele Sportarten, z.B. auch diverese Ballsportarten im Deutschen Turner Bund organisiert sind?

    Ich stell nochmal meine Hauptfrage: Was würde mit einem eigenen Verband besser werden? Wo liegen die entscheidenden Vorteile?

    Wir können dazu auch gerne einen eMail Austausch machen. Schreibt mir unter peter@geyer.com, wenn Ihr mitdiskutieren wollt, ich mache dann einen Verteiler auf. Bitte gebt Euch aber namentlich zu erkennen. Nicknames sind für sowas unpassend.

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